BGFZ.live im Rückblick: „Arbeit macht krank!?“ – Warum gesunde Veränderung mit Verantwortung beginnt

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Wie gehen wir mit permanentem Wandel, Unsicherheit und wachsender Anspannung im Arbeitsalltag um? Und was davon liegt eigentlich nicht an einzelnen Menschen, sondern an den Strukturen, in denen sie arbeiten?

 

Mit diesen Fragen beschäftigte sich unser BGFZ.live in dieser Woche gemeinsam mit unserer Referentin Nicole Eisenschmidt (make your change). In einem ebenso klaren wie ehrlichen Austausch wurde schnell deutlich: Gesunde Arbeit entsteht nicht allein durch gute Vorsätze oder individuelle Resilienz. Entscheidend ist, ob Zusammenarbeit, Führung und Veränderung im Unternehmen so gestaltet sind, dass Menschen dauerhaft handlungsfähig bleiben.

Besonders eindrücklich war das Bild vom Arbeitsalltag als Achterbahnfahrt: ein ständiges Auf und Ab, oft verbunden mit hohem Tempo, wenig Vorhersehbarkeit und anhaltender Spannung. Genau diese Daueranspannung macht krank. Der zentrale Impuls dabei: Wer nur die Folgen lindert, ohne die Ursachen anzuschauen, wird wenig verändern. Ein Entspannungskurs kann guttun – löst aber noch keine ungesunden Rahmenbedingungen.

Ein weiterer starker Moment des Formats war der Blick auf typische Sätze, die auf ungesunde Strukturen hindeuten. Denn häufig zeigt sich nicht in Strategiepapiere, sondern im ganz normalen Arbeitsalltag, wie es einem Unternehmen wirklich geht. Welche Formulierungen hören wir immer wieder? Welche Haltungen stecken dahinter? Wo werden Probleme relativiert, Verantwortung verschoben oder Unsicherheiten kaschiert? Solche Muster sind keine Nebensache – sie sind wertvolle Hinweise darauf, wo Zusammenarbeit aus dem Gleichgewicht geraten ist. 

Wichtige Denkanstöße:

Präsenz heißt nicht gleich Fokus.

Benefits sind keine Wertschätzung.

Ein Problem ist (k)ein Problem.

Der Elefant im Raum braucht einen Namen.

Diese Zuspitzungen haben eines gemeinsam: Sie lenken den Blick weg von Symptomen und hin zu den eigentlichen Dynamiken im Unternehmen.

Am stärksten nachgewirkt hat der Abschlussgedanke: „Der Fisch stinkt immer vom Kopf aus.“
Entscheidend war dabei nicht der erhobene Zeigefinger, sondern die Selbstreflexion, die daraus folgt: Wo bin ich gerade selbst der Kopf – und was könnte ich in meinem Verantwortungsbereich verändern, bevor ich auf andere zeige?

Gerade diese Frage macht das Thema so relevant: Veränderung beginnt nicht nur in der Geschäftsführung. Sie beginnt überall dort, wo Menschen Gestaltungsspielraum haben, Verantwortung übernehmen und Zusammenarbeit aktiv prägen. 

Drei praktische Impulse aus dem BGFZ.live zum Mitnehmen

1. Auf Sprache achten
Die Sätze, die in Teams fallen, sind selten zufällig. Sie zeigen, wie gedacht, geführt und entschieden wird. Wer genauer hinhört, erkennt oft früh, wo es hakt.

2. Ursachen statt nur Wirkungen bearbeiten
Wenn Anspannung zum Dauerzustand wird, lohnt der Blick auf Prozesse, Rollen, Kommunikation und Führungsverhalten – nicht nur auf individuelle Bewältigungsstrategien.

3. Bei sich selbst anfangen
Nicht jede Veränderung braucht sofort ein Großprojekt. Oft beginnt sie mit einer ehrlichen Frage an sich selbst: Was kann ich konkret anders machen?

Unser Fazit 

Dieses BGFZ.live hat nicht nur Denkanstöße geliefert, sondern echte Reflexionsräume geöffnet. Wir danken Nicole Eisenschmidt herzlich für die klaren Worte, die starken Bilder und die Einladung, gesunde Arbeit nicht nur zu fordern, sondern konkret mitzugestalten.

Sie möchten beim nächsten BGFZ.live dabei sein? Dann lohnt sich das Reinschauen: Das Format bietet kompakte Impulse, ehrlichen Austausch und Themen, die auch nach dem Termin noch weiterarbeiten – im besten Sinne.

 

Melden Sie sich bei Rückfragen zum Thema gern direkt bei Nicole Eisenschmidt:

Nicole Eisenschmidt

Käthe-Kollwitz-Straße 78 | 04109 Leipzig

+49 171 34 78 707

kontakt@makeyourchange.de

www.makeyourchange.de